NICARAGUA

Vulkanland zwischen zwei Weltmeeren

Umspült vom Atlantik im Westen und vom Pazifik im Osten hinterlässt Nicaragua mit seiner zauberhaften Tier- und Pflanzenwelt, brodelnden Vulkanen, einzigartigem Kunsthandwerk und den architektonischen Spuren der spanischen Eroberer prägende Eindrücke.

Flagge Nicaragua
Offizielle Website von Nicaragua

Während der mit Urwäldern bedeckte Osten, bewohnt u.a. von ehemaligen Sklaven aus Afrika, schwer zu erreichen ist, gelangen Sie im Westen auf gut ausgebauten Straßen zu den sehenswerten Städten im spanischen Kolonialstil. Die beste Reisezeit ist bei angenehmem tropischen Klima im Dezember und Januar. In dieser Zeit empfängt Sie ein Meer blühender Pflanzen.

Managua

Die Hauptstadt Managua wurde 1972 von einem Erdbeben fast vollständig zerstört. Auch wenn die Spuren davon noch immer sichtbar sind, hat die Stadt einiges zu bieten: den mit schönen Innenhöfen und Treppenaufgängen ausgeschmückten Nationalpalast oder einen zur Erinnerung an den letzten Papstbesuch errichteten monumentalen Obelisken von 31,50 Metern Höhe.

Granada

Granada – eine der ältesten Städte Mittelamerikas – ist mit seiner kolonialzeitlichen Architektur neben Léon die schönste Stadt in Nicaragua. Sie liegt nahe dem 1.400 Meter hohen Vulkan Mombacho, wo es  seltene Pflanzen und Orchideen zu entdecken gibt. Hier können Schwindelfreie an Drahtseilen von einem Baumwipfel zum anderen gleiten. Die Stadt liegt auch an der Westküste des großen Nicaragua Sees, dem zehntgrößten Süßwassersee der Erde mit über 300 Kilometer Länge.

Masaya

Masaya ist die Metropole Nicaraguas für Kunsthandwerk. Hier können Sie günstig einkaufen: Hängematten, Holzschnitzereien, Tongefäße oder geflochtene Wandmatten mit Motiven Nicaraguas, z. B. dem Nationalvogel Tucan. Regelmäßig treten Musiker und Balletttänzer und -tänzerinnen in prachtvollen Kostümen auf. Unweit der Stadt kann man den gleichnamigen Vulkan, der von einem Naturschutzpark umgeben ist, besichtigen. Im Krater nisten grüne Papageien, denen die giftigen Gase scheinbar nichts anhaben. Das Zischen aus dem Krater, zusammen mit dem Zwitschern der Kratervögel sind eine einmalige Geräuschkulisse.

Cañón von Somoto

Ein Muss für jeden Nicaragua-Reisenden ist der im Norden situierte Cañón von Somoto - der Grand Canyon Mittelamerikas. 80 bis 100 Meter tief erstreckt er sich über drei Kilometer. 2006 wurde er von der UNESCO zum Nationaldenkmal Nicaraguas ernannt.

Esteli

Die Stadt Esteli, ebenfalls im Norden des Landes, ist das Hauptanbaugebiet für Tabak. Ein Besuch einer der Tabakfabriken ist besonders lohnenswert. Da jede Zigarre handgemacht ist, bietet die Vermarktung 30.000 Familien Arbeit. Die Umgebung von Esteli bietet schöne Ausflugsziele wie grandiose Ausblickspunkte in den Bergen und donnernde Wasserfälle.

San Carlos

San Carlos am Ostufer des Nicaragua Sees ist u.a. Ausgangspunkt für Ausflüge in verschiedene Urwaldschutzgebiete. Die "Reserva de Biosfera San Juan" z.B. ist eines der reichsten Ökosysteme der Erde. Das ökologische Schutzgebiet "Los Guatuzos" enthält eine tropische Forschungsstation sowie Schmetterlings- und Schildkrötenfarmen. Nachts werden auf dem Rio Papaturro Touren zur Alligatorenbeobachtung angeboten.